Geschichte


Es begann beim Spiel bei Union Berlin in der letzten (der allerletzten) Saison der Zweitklassigkeit. Viele der Besucher des Gästeblocks zeigten an der Kasse Berliner Studentenausweise vor. Der Blick schweifte über die einigen hundert Hannoveraner auf den Rängen, und die Frage kam auf, wie viele von den anderen wohl auch Exilanten seien, die fern der Heimat ein einsames rotes Leben führten, womöglich an den Spieltagen in ihren tristen Hinterhofwohnungen kauerten und sehnsüchtig auf die Nachricht eines guten Freundes aus dem Stadion warteten...

Die Saison schritt voran, und die Erfolge der Roten eröffneten weitere Perspektiven. Die Roten in der ersten Liga- und wir sind nicht dabei? Das ging nun wirklich zu weit. Also begannen wir, uns im Fanmagazin bekannt zu machen und, anfangs zu zweit, Zettel mit der Aufforderung "Hannoveraner vereinigt Euch" an allen möglichen und unmöglichen Orten der Stadt aufzuhängen. Besonders an den Universitäten, aber auch in Kneipen und an Windschutzscheiben von Autos mit Hannoverschem Kennzeichen.

Die GründungIrgendwann im Mai 2002 kam dann das erste Treffen in einer Kreuzberger Kneipe. Was würde geschehen? Welche Leute und vor allem wie viele würden kommen? Bei der Menge, die sich gemeldet hatte, mit denen man sich mittlerweile hin- und her geschrieben hatte, müsste der Laden wohl bald überfüllt sein...

Nun ja, die Beteiligung war dann doch recht ernüchternd. All die Arbeit, und gerade einmal eine Handvoll Leute erschien. Unter ihnen aber immerhin aber immerhin auch einige Vertreter des "Roten Ostens", die der lebende Beweis waren, dass unsere Idee nicht völlig abwegig war und dann später auch zu Gründungsmitgliedern wurden.

Am 18.9.2002 war es dann soweit: In der Zossener Straße 48 (leider wurde das bislang noch nicht mit einer Gedenkplakette am Haus gewürdigt) wurde "Das Rote Berlin e.V." gegründet. Die Satzungsgemäßen Ziele sind "die ideelle Förderung des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V. und die Förderung des Hannoverschen Brauchtums in Berlin". Dem kamen wir dann auch sogleich nach und labten uns an den eigens importierten Bierspezialitäten und Lüttje Lagen.

GrünkohlzubereitungDanach trafen wir uns dann zunächst im "Pörx" in der Fürbringerstraße, wo wir auch schon das erste Treffen hatten. Wir versuchten diese Kneipe in dem Sinne zu übernehmen, dass dort nur noch 96 gezeigt würde, was aber auf Dauer misslang- wir waren einfach noch zu wenige. Es blieb dann für lange Zeit bei privaten Treffen, was bei steigenden Mitgliederzahlen aber zunehmend problematisch wurde.

Zur Weihnachtszeit wurde als fester Termin ein großes Grünkohlessen (natürlich mit Bregenwurst) eingeführt, dass mittlerweile extreme Ausmaße angenommen hat.

HeimspielAm 26.4.2003 konnten wir dann endlich unser lang erwartetes erstes Heimspiel" im Berliner Olympiastadion begehen. Aus dem geforderten Heimsieg" wurde dann leider einer, der nicht in unserem Sinne war (Ein glattes 2:0 für die Hertha). Allerdings wurde uns in der Folgesaison ein spannendes 2:3 geliefert (Wenn Fredi trifft, verliert 96 nicht).

In diesem Sommer fuhren wir auch zu einem Testspiel der Roten in Malchow (Meck.-Pomm.). Dort hatten wir eigentlich vor, Jörg Sievers die Ehrenmitgliedschaft anzutragen. Als wir dann aber die Möglichkeit dazu gehabt hätten, verfielen wir in eine Art Schreckstarre- und trauten uns nicht, ihn anzusprechen. Diese Geschichte fand dann aber über ein Jahr später ein glückliches Ende.

TurnierTurnierTurnierIm Sommer 2004 schafften wir es auch endlich, uns aus unseren Sesseln zu erheben und selbst wieder Fußball zu spielen. Nach einigen Trainingseinheiten und diversen Verletzungen schafften wir es, beim Fanturnier des Union- Fanclubs Wildauer Kickers" einen ruhmreichen 8. Platz zu belegen- wenngleich noch ohne ein einziges gewonnenes Spiel, was wir im Jahr 2005 nachzuholen gedenken.

Zur gleichen Zeit wurde die Platzsituation dann auch kritisch. Wir waren mittlerweile auf über 15 Mitglieder angewachsen und nach langen Diskussionen über die finanzielle Machbarkeit wurde schließlich das Projekt Niedersachsenstadion" angegangen, für das wir finanziell an die Schmerzgrenze und auch weit darüber hinaus gingen.

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